Die Hauptstadt ist Warschau. Es ist das siebtgrößte Land Europas. Seit dem 1. Mai 2004 ist Polen Mitgliedstaat der Europäischen Union. Zu den nationalen Minderheiten gehören die Deutschen, Weißrussen, Ukrainer, Russen, Litauer, Tschechen, Slowaken, Rumänen, Juden und als ethnische Gruppen ohne formale Anerkennung die Schlesier und Kaschuben.
23.02.2012Geschichte Polens
Im Verlauf der letzten tausend Jahre hat sich auf polnischem Boden soviel
ereignet, dass man mühelos einige andere Länder mit diesen historischen Fakten
ausstatten könnte. Es ist nur ungewiss, ob ein solches Geschenk von anderen
Nationen wie Rumänien oder der ehemaligen Sowjetrepublik
Moldawien entgegengenommen würde, denn die
Geschichte ist mit Polen in dieser Zeit nicht gerade sanft umgegangen.
Es begann alles im siebten Jahrzehnt des zehnten Jahrhunderts. Der erste Herrscher der polnischen Geschichte, der die Reihe der polnischen Monarchen eröffnete, war Mieszko der Erste. Unter seiner Herrschaft hat Polen 966 das Christentum angenommen.
Ein großer König war der Sohn Mieszkos, Boleslaw Chrobry der Tapfere. Hundert Jahre später setzte die feudale Zersplitterung ein, die fast zwei Jahrhunderte lang anhielt. Nach der Vereinigung des Staates durch König Wladyslaw Lokietek / Ellenlang und der Herausbildung einer Ständemonarchie unter König Kazimierz Wielki dem Großen kam es zu einer Personalunion mit Litauen um 1385. Ein ungewöhnlich wichtiges geschichtliches Ereignis trat 1410 ein. König Wladyslaw Jagiello führte damals bei Grunwald / Tannenberg eine große Schlacht gegen das Heer des Deutschen Ordens und brach dessen für Polen unheilvolle Macht.
Im 15.- 17 Jahrhundert entwickelten sich die Gutsherrschaft und die Privilegien des Adels. 1569 kam es zur Realunion Polens mit Litauen / Lubliner Union, die gemeinsam einen starken Staat bildeten. 1573 begann der Zeitabschnitt des Wahlkönigtums.
Das 16. und 17 Jahrhundert waren reich an Kriegen und gegen die Feudalherrschaft gerichteten Aufständen. Unter dem letzten polnischen König Stanislaw Poniatowski 1764 – 17 95 wurden viele Versuche unternommen, die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Polens voranzutreiben sowie soziale und politische Reformen durchzuführen unter anderem die Verfassung vom 3. Mai 1791 und der Kosciuszko Aufstand 1794. Die große Verschwörung der drei Großmächte Preussen, Russland und Österreich führte jedoch zum Niedergang des polnischen Staates und zur Teilung Polens.
Die Abhängigkeit dauerte über 120 Jahre lang, ebenso lange dauerte der Kampf um die Unabhängigkeit. Es waren für die Polnische Nation tragische Jahre, Jahre gewaltiger Opfer und zahlreicher Erhebungen gegen die Okkupanten. Im November 1918 erlangte Polen seine Unabhängigkeit zurück, um 20. Jahre später infolge der verräterischen Aggression Hitlerdeutschlands für 6 Jahre erneut ein Opfer der Gewaltherrschaft zu werden.
Während des zweiten Weltkrieges kämpften polnische Soldaten an allen Fronten. Piloten, an deren Uniform der weiße Adler prangte, annehmen an der Luftschlacht um England Teil und leisteten einen beträchtlichen Beitrag zu dem siegreichem Ausgang. Polnische Soldaten schlugen den Feind bei Lenino, Tobruk, Monte Cassino und auf den Kriegsschauplätzen in Flandern und in Berlin. In den besetzten Gebieten wurde gekämpft. Während des Warschauer Aufstandes tobten zwei Monate lang im August und September 1944 die Kämpfe um die teilweise von den Aufständischen beherrschte polnische Hauptstadt. Am 22. Juli gab das Polnische Komitee für Nationale Befreiung im ersten befreiten Gebiet des Landes ein Manifest heraus, das demokratische Reformen verkündeten, u.a. eine Bodenreform und die Nationalisierung der Industrie. Es entstand die Provisorische Regierung und später die Regierung der Nationalen Einheit Polens. Über sechzig Jahre gibt es jetzt schon den Frieden auf polnischem Boden. Dank der Anstrengung des ganzen Polnischen Volkes und gestützt auf richtige Reformen und kluge Bündnisse wie der Nato und der Europäische Union haben sich alle Bereiche der Volkswirtschaft und der Kultur in den letzten Jahren stürmisch entwickelt. Eine tausendjährige Geschichte, reich, dramatisch, voller Überraschungen und Widersprüche, lässt sich sehr schwer in ein paar Sätzen zusammenfassen.
Polnische Verfassung
Die am 3. Mai 1791 ( Konstytucja 3 Maja 1791 ) vom vierjährigen Sejm angenommene polnische Verfassung war das erste Grundgesetz in der Geschichte Europas und nach der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika die zweite der Welt. Dieser wichtige politische und soziale Akt kam gegen Ende der ersten Republik, an der Schwelle langer Jahre der Unfreiheit, zustande. Die Verfassung vom 3. Mai ließ die damals herrschende Ständeteilung unangetastet, schwächte aber die Position der Magnatenschaft. Sie beseitigte das tragische, libero veto d.h. das Recht, den Sejm auf den Ruf eines einzigen Abgeordneten: Ich gestatte es nicht! Aufzulösen, sowie die freie Königwahl, schränkte die Rolle des aristokratischen Senats ein, erweiterte die Rechte der Bürger und gratulierte den Bauern die Betreuung durch Gesetz und Regierung.
Das Verfassungsdokument war seinem Inhalt und seiner literarischen Form nach ein hervorragendes Werk der polnischen Aufklärung. Es stellte den Versuch dar, wichtige soziale Reformen einzuleiten und in Polen eine konstitutionelle, parlamentarische Monarchie zu errichten.
In der Verfassung war u.a. festgelegt, dass die königliche Akten von einem der Minister gegengezeichnet werden mussten. Wegen Rechtsbruch mussten sich die Minister vor dem Sejmgericht und wegen Verletzung der polnischen Richtung der Regierung vor dem König und vor dem Sejm verantworten. Auf diese Weise wurde in Polen erstmals auf der Welt die parlamentarische Verantwortlichkeit der Minister gesetzlich festgehalten.
Die Verfassung vom 3. Mai wurde 1792 durch die Intervention des russischen Heeres und die Konföderation von Targowica aufgehoben. Ihre Bedeutung war jedoch von längerer Dauer als der damalige polnische Staat. Bis zum zweiten Weltkrieg war der 3. Mai der polnische Nationalfeiertag und auch gegenwärtig wird er in Polen feierlich begangen. Der 3. Mai taucht in Liedern „Es lebe der 3. Mail“ und Gedichten auf, und hat als Namensgeber für Straßennamen, Bezeichnungen von Institutionen und Gebäuden gedient.
Wissenschaftlich ausgedrückt liegt Polen ( Polska ) zwischen dem 49° und 54°50´ nördlicher Breite und 14°07´ und 24°09´ östlicher Länge. In einer verständlichere Sprache übersetzt, heißt das: Polen liegt zwischen Bug und Oder, zwischen den Karpaten im Süden und der Ostsee im Norden. Polen besteht vor allem aus Flachland, die mittlere Höhe über dem Meeresspiegel beträt 173 und nur 3% des Polnischen Territoriums liegen oberhalb 500 Meter. Der höchste Punkt ist der Rysy Gipfel in der Tatra und liegt bei 2499 Meter, der niedrigste Punkt liegt mit 1.8 Meter unter dem Meeresspiegel im Weiseldelta bei Elblag. Es gibt in der Republik Polen ein paar Tausend Seen und mehrere hohe Gebirgsketten. Fast 28% der Oberfläche Polens ( Polska )sind von Wäldern bedeckt. Die Gesamtfläche Polens nimmt 312677 km2 ein. Das bedeutet den Platz sieben in Europa noch vor Länder wie Rumänien, Portugal, Österreich, Ungarn et cetera. Es heißt, das Klima in Polen sei gemäßigt. Man kann daran leichte Zweifel hegen, denn die Temperatur steigt oder sinkt manchmal von einem Tag zum andren z.b. um 20°. Die Jahreszeiten weichen oft in aufeinanderfolgenden Jahren erheblich voneinander ab. Es steht jedoch außer Zweifel, dass die Klimaverhältnisse in Polen besser sind als am Amazonas oder in den Karpaten in Rumänien, das weiter südlicher gelegen ist. Oft kommt man mit der polnischen Fauna in Berührung, vor allem Münchner karneval, fasching 2012 München mit Hunden und Katzen, von Insekten kaum zu schweigen. Aber mit ein bisschen Glück stößt man auch auf einen Luchs, eine Wildkatze, einen Wisent, ein Elch, eine Gämse, ein Murmeltier, ja sogar auf einen Braunbären. Insgesamt leben heute in Polen wieder über 400 Wirbeltierarten. Fast die Hälfte der Oberfläche Polens machen Ackerböden aus dabei entfallen mehr als die Hälfte der gesamten Anbaufläche auf Getreidearten wie Roggen, Weizen, Gerste und Hafer.
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Gut zu wissen: Timisoara, Temeschwar, Temeschburg ist Kreishauptstadt des Kreises Timis mit etwa 312000 Einwohnern. Die Stadt liegt in einer Höhe von 90 M / über dem Meeresspiegel in der Banater Tiefebene am Ufer des Flusses Bega. Die Stadt wurde im Jahre 1212 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. Im 14. Jahrhundert ist Timisoara die wichtigste Stadt im Banat. Nach der türkischen Besatzung folgte die habsburgische Herrschaft um 1718, die zwei Jahrhunderte andauerte. In dieser Zeit erfolge die Einwanderung deutscher Siedler in die Banater Tiefebene. Bereits im 14. Jahrhundert ist die Hauptstadt des Banat die wichtigste Stadt der Region. Timisoara die Stadt an der Bega, als ein Schmelztiegel der Nationalitäten auch Klein Wien genannt, war schon immer eine dem Fortschritt aus dem Westen zugewandte Stadt. In jüngerer Zeit ist die rumänische Stadt vor allem durch den Beginn der Revolution von 1989 im Ausland bekannt geworden.
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