Prag - Praha

Ist die Hauptstadt der Tschechischen Republik. Die slawische Besiedlung der Stadt begann im 6. Jahrhundert, die Umgebung Prags war damals bereits seit über 500 Jahren von den germanischen Markomannen bewohnt.

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Hlavní město Praha

Prag wurde im 14. Jahrhundert als Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches zu einem politisch und kulturellen Zentrum Mitteleuropas. In der „Goldene Stadt“ wurde die erste deutsche Universität errichtet. Nach der Errichtung von zwei Burgen durch die Premysliden im 9. und 10. Jahrhundert kamen jüdische und deutsche Kaufleute in die Stadt an der Moldau. In Prag wohnen heute um die 1,2 Millionen Menschen.

23.02.2012
Autor: Timpul

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Die Geschichte der Stadt Prag

Die ersten Anzeichen der Besiedelung des Prager Gebietes äußern sich bereits in der älteren Seinzeit. Im jüngeren Paläolithium waren schon alle Anhöhen des heutigen Groß-Prag von Menschenbewohnt. Diese Siedlungen lockten Karawanen fremder Tauschhändler an, die hier an der Moldau günstige Bedingungen für den Handel, aber auch als Lagerstätte fanden. Mit der Zeit schufen sie hier ein dauerndes Handelszentrum, eine Einnahmequelle für die Herrscher der örtlichen Stämme. Ungefähr im 6. Jahrhundert unserer Zeitrechnung beherrschten dieses Gebiet die Slawen, von denen im 9 Jahrhundert der Stamm der Tschechen, geführt vom Geschlechte der Premysliden an die Spitze gelangte. Der Premyslide Borivoy nahm das Christentum an und gründete vor dem Jahre 890 auf der Moldaulandzunge die erste, der Jungfrau Maria geweihte Kirche als Grundstock einer Burgstätte, die bald darauf zum Schutze des Handelszentrums erwuchs, aber auch der Überwachung der sich ständig ausweitenden Siedlung in der Vorburg bei der Moldau dienen sollte. Die Burgstätte wurde bald zum Sitze der weltlichen und kirchlichen Verwaltung des ganzen Siedlungsgebietes der Tschechen und ihre Vorburg zum größten Handelsplatze weit und breit. Sie war, wie der arabisch-jüdische Kaufherr Ibrahim Ibn Jacob um das Jahr 965 vermerkte, aus Stein und Kalk aufgebaut. Die Berichte aus dem 11. und 12. Jahrhundert geben ein immer anschaulicheres, plastisches Bild vom Wachstume des frühfeudalen Prag ( Praha- Česko ). Die Burgstätte, ursprünglich aus Lehm und Holz erbaut, wuchs allmählich zu einer steinernen, romanischen Burg mit einem Fürstenpalaste, einem Bischofssitze und einem Domkapitel und Kloster heran. Die Dominante bildeten zwei Basiliken mit Türmen. Die Vorburg einschließlich der Produktionsstätte direkt unterhalb der Burg entwickelten sich zu einer sehr großen Stadt, die mit ihrer Steinbrücke (Judithbrücke), mit steinernen, betürmten Bürgerhäusern, Adelshöfen, vielen Kirchen und mehreren Klöstern imponierte. Ein dichtes Netz angrenzender Dörfer entwickelte die Verbauung der Vorburg auf der rechten Seite der Moldau bis zum Vysehrad, der ebenso einen Fürstenpalast, drei Kirchen und ein Kapitelhaus hatte und auf der anderen Seite des Flusses bis zum Ujezd ( Aujezd ) reichten. Im Laufe des 13. Jahrhunderts bildete sich auf diesem elementaren Organismus eine festgeordnete Städtische Verwaltung. Die Vorburg wurde abgeschlossen und mit Wälen und Turmtoren befestigt, wobei weitere Viertel mit einem geräumigen Marktplatze bei der Kirche St. Gallus entstanden. An der Moldau wurden gegen eventuelle Überschwemmungen Wehre und Schutzdämme erreichtet und der so gesicherten Bevölkerung das Marktrecht gewährt und ihr die Pflichten des städtischen Produktions-, Handels und Besteuerungswesen auferlegt. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit des komfortablen Wohnbaues und eine entwickeltere, bessere Seelsorge durch Errichtung der sogenannten städtischen Ordensklöster gegeben, deren ausgedehnte Bauten nach Prag einen neuen Baustil brachten, die Gotik. Nach dem Jahre 1230 wurde die Altstadt und im Jahre 1257 die kleinere Stadt gebildet, während Premysl der II. Den Umbau der romanischen Burgstätte oberhalb der Kleinseite zur gotischen Burg begann.

Die Geschichte Prags, Altstadt Überblick

Prag, die ehrwürdige, durch ihre Geschichte und ihre Schönheit gleichermaßen berühmte Stadt an der Moldau, ist das politische und kulturelle Zentrum der Tschechische Republik. Prag Česko entstand aus den fortschrittlichen und revolutionären Traditionen des tschechischen Volkes und aus seinen Jahrhundertelangen Bemühungen, in einer einzigartig reizvollen Landschaft in Herzen Böhmens eine Stadt zu schaffen, die sich durch ihre Größe, ihre Monumentalität und ihre Kultur mit den bedeutendsten und prächtigsten Städten Europas messen kann. In ihrem Antlitz hat jede kunsthistorische Epoche ihre Spuren lebendige Zeugen aus Vergangenheit und Gegenwart- kostbare, einzigartige Denkmäler der romanischen Baukunst, gotische Kirchen, Renaissance- und Barockpaläste, klassizistische Bauten sowie hervorragende moderne Bauwerke. All das verschmilzt hier zu einem bezaubernden Ganzen, zu einem großartigen Werk der tschechischen Künstler und der Handwerker, zu jener Prager Altstadt, die sich mit Stolz das Herz der Europäischen Union nennt.

Irgendwann während der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts entstanden im Bereich der späteren Altstadt die ersten kleinen und verstreuten Wohnsiedlungen. Für die weitere Entwicklung dieser Ansiedlung waren die drei Hauptwege, die von den Moldauufern zwischen der heutigen Karlsbrücke und der Manes- Brücke ausgingen, von größter Bedeutung. Die erste führte zum Vysehrad, die zweite ungefähr zum späteren Pulverturm und die dritte durch die jüdische Niederlassung zur Moldauufer am Porici, wo gegen Ende des 11. Jahrhundert eine Kolonie deutscher Kaufleute ansässig war. Der Münchner karneval, fasching 2012 München Marktplatz der späteren Prager Altstädter Ring bestand spätestens seit dem Ende des 10. Jahrhunderts, und nicht viel später entstand hier der fürstliche Hof im Tein, der fremden Händlern Aufnahme und Schutz bot. In diesen Hof für fremde Kaufleute, den Teinhof bzw. Ungelt, kamen Händlerkarawanen, um hier ihre Waren auszutauschen oder zu verkaufen. Der arabisch-jüdische Händler Ibrahim Ibn Jakub hat einen im Jahre 965 verfassten Reisebericht hinterlassen, der das Aussehen der Stadt vor 1000 Jahre schildert. Prag wird hier als eine aus Stein und Kalk erbaute Stadt und als ungemein billiger Ort beschrieben, wo man fast umsonst Geflügel und Getreide kaufen kann und wo sich Mann und Saumtier mühelos ernähren lassen. Ibrahim Ibn Jakub erzählt weiter, dass der Prager Markt Česko im Vergleich zu denen, die er in Deutschland, Polen und Russland sah, der größte und Regste sei, und dass hier Sattelzug, Zügel, Schilde, aber auch Zinn, Sklaven und Fell feilgeboten werden.

  Tags: Deutschland, Polen und Russland, Denkmäler der romanischen Baukunst, gotische Kirchen, Klöstern, Kirchen, Renaissance- und Barockpaläste, arabisch-jüdische Händler, Basiliken mit Türmen.

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